Gartenstadt-Genossenschaft Mannheim eG
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Wohnungs- und Gewerbeangebote

vom 18.8.2022 11:11 Uhr

  • Wohnungen
    • Herzogenried:
      2 Zimmer, Küche, Dusche, Loggia, Aufzug, Tiefgarage, 10. Ebene, 64.09m2
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    • Vogelstang:
      2 Zimmer, Küche, Bad, Loggia, (Tief)garage/Stellplatz, 3.OG links, 72.56m2
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    • Vogelstang:
      2 Zimmer, Küche, Bad, Loggia, Stellplatz, 2.OG links, 72.6m2
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Ausgabe 03/ 2005

Wir gratulieren Hans-Peter Schwöbel

Unser Genossenschaftsmitglied Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel wurde am Fasnachtssonntag mit dem Bloomaul-Orden ausgezeichnet. Der Bloomaul-Orden – 1970 von Rainer Freiherr von Schilling gestiftet und vom Bildhauer Gerd Dehoff geschaffen – gilt als das „Mannheimer Verdienstkreuz“. Im Nationaltheater wurde die Bronzeplastik mit dem Mannheimer Original, dem Blumenpeter, zum 36. Male übergeben. Der Geehrte, Hans-Peter Schwöbel, gesellt sich damit zu einem Kreis illustrer Mit-Ordensträger, so Seppl Herberger oder Anneliese Rothenberger und viele andere bekannte Mannheimer. Wir freuen uns mit unserem Mitglied über diese besondere Auszeichnung, die er für sein kabarettistisches Werk erhalten hat und gratulieren dazu ganz herzlich. Wir wollen den besondern Anlass dazu nutzen, um Hans-Peter Schwöbel in unserer Zeitung den Mitgliedern auch von seiner Gartenstädter Seite her vorzustellen.

Hans-Peter Schwöbel wurde 1945 in Buchen geboren wohin seine Mutter Hildegard Schwöbel, geb. Kattermann, aus dem kriegszerstörten Mannheim evakuiert worden war. Sein Großvater, Johann Kattermann, stellte für die Gartenstadt-Genossenschaft bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs eine bedeutende Persönlichkeit dar (siehe Kasten S. 2). In Buchen / Eberstadt wohnte die Familie Schwöbel im „Ewerschter“ Schloß mit einer Wohnqualität wie im 16. Jahrhundert. 1953 zog man nach Mannheim zurück und wohnte zuerst mit 5 Personen in einer winzigen Wohnung Ecke Waldstraße / Alte Frankfurter Straße. Die Toilette wurde von mehreren Familien benutzt und „natürlich hatten wir kein Bad“, so Hans-Peter Schwöbel.

1956 erhielten Schwöbels von der Genossenschaft das Einfamilienhaus Wotanstraße 16. Hans-Peter Schwöbel: „Wir konnten kaum fassen, als arme Familie im „eigenen“ Haus zu leben, mit großem Garten der unsere wichtigste Ernährungsgrundlage bildete. Natürlich gehörte das Haus nicht uns sondern der Gartenstadt. Das war aber unwichtig, denn wir lebten darin, wie wenn es unser eigenes wäre: Ohne Angst vor einem launischen Vermieter oder davor, das Haus wieder zu verlieren. Zum ersten Mal hatte ich ein eigenes Zimmer, wenn auch nur eine nicht beheizbare Mansarde. Meine beiden Schwestern hatten zusammen ihr Zimmer, und es gab sogar ein Wohnzimmer, alles Dinge, die wir vorher nicht gekannt hatten. Zentrum war die Wohnküche - riesig - verglichen mit der Wohnung in der Waldstraße. Auf dem freien Markt hätten wir uns ein so tolles Haus niemals leisten können.

Unsere familiäre Situation war äußerst schwierig. Dass wir Kinder das überstehen konnten, hat sehr viel mit den wunderbaren Wohnverhältnissen zu tun. Es gab Ausweichmöglichkeiten und das grundlegende Wohnerlebnis war Wohlfühlen. Ich kann daran nur mit Dankbarkeit zurückdenken“.

Hans-Peter Schwöbel besuchte unter anderem die Waldschule in der Gartenstadt (Volks- und Realschule) bis zur achten Klasse. Er absolvierte eine Lehre und übte seinen Beruf als Kraftfahrzeugmechaniker aus. Auf dem Zweiten Bildungsweg machte er die Mittlere Reife und das Abitur.

Seit 1967 ist Schwöbel mit der Lehrerin und Schriftstellerin Susanna Martinez verheiratet. „Von 1970 bis 1980“ so Hans-Peter Schwöbel „lebten meine Frau und ich noch mal in einer Genossenschaftswohnung, diesmal im Regenbogen. Zuvor hatten wir das Vergnügen, die Willkür privater Vermieter zu erfahren. Sie war Jungelehrerin und ich studierte Soziologie. Wiederum hätten wir uns eine so schön gelegene Wohnung im Grünen ohne die Gartenstadt-Genossenschaft nicht leisten können. Während einer zweijährigen Entwicklungshilfearbeit in Somalia, nach Beendigung des Diplomstudiums, konnten wir die Wohnung sogar halten, ein ganz wichtiger Sicherheitsfaktor. Denn die Situation in Somalia war auch damals politisch so labil, dass wir jeden Tag aus dem Land am Horn von Afrika hätten rausfliegen können“.

1980 promovierte Schwöbel in Pädagogik bei Ernest Jouhy in Frankfurt. Seit dem gleichen Jahr ist er Professor für Soziologie an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Mannheim.
Inzwischen lebt Hans-Peter Schwöbel mit seiner Frau seit 25 Jahren in Wallstadt. Frau Schwöbel-Martinez ist mit ihrer Arbeit und ihren Ideen an allen Projekten ihres Mannes wesentlich beteiligt und schreibt selbst Gedichte.

Professor Schwöbel ist Autor und Herausgeber zahlreicher Essays und Bücher zu pädagogischen und soziologischen Fragen.

Als wesentliches Kriterium für die Verleihung des Ordens sieht Hans-Peter Schwöbel seine Verbundenheit mit Mannheim an. Dazu fühlt er sich allein schon durch sein „Mundwerk“ bestimmt. Seine „Muddersprooch“ liegt Hans-Peter Schwöbel am Herzen und daher kämpft er für sie, um sie zu beschützen. Dabei führt er einen Feldzug gegen das „Aufsteiger-Kurpfälzisch“, und gegen Dialekthasser.

Bei seinen dialektgefärbten Auftritten als Kabarettist ist er in seinem Element. Hier kann der Improvisationskünstler seinen Sprachwitz und seine Komik so richtig ausleben. In seiner Jugendzeit hat er sich allerdings deswegen bisweilen geschämt: „Jetzt hoscht widder de Aff’ gemacht“. Das hat sich aber inzwischen gelegt.